Brodtmann: „Industrie 4.0 braucht auch einen Arbeitsmarkt 4.0“

30.04.2015 | id:7898900

In einer Rede vor dem Mitgliederkongress des Zeitarbeitsverbandes IGZ hat sich VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann nachdrücklich gegen weitere gesetzliche Eingriffe bei Zeitarbeit und Werkverträgen ausgesprochen.

Vor rund 500 Vertretern der Zeitarbeitsbranche skizzierte Brodtmann aus Sicht des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, welchen Herausforderungen sich die Arbeitsmarktpolitik in naher Zukunft zu stellen hat: Dem demografischen Wandel, dem wachsenden globalen Wettbewerb und der Digitalisierung der Produktion. „Die Arbeitsmarktpolitik darf nicht länger ausschließlich als Teil einer reglementierenden Sozialpolitik verstanden werden, sondern muss Bestandteil einer auf Wachstum orientierten Wirtschaftspolitik sein“, forderte der VDMA-Hauptgeschäftsführer. Vor allem wegen der schnell wachsenden technologischen Dynamik werde sich die Arbeitswelt tiefgreifend verändern. „Die Produktion des 21. Jahrhunderts kann aber nicht ausschließlich mit den arbeitsrechtlichen Instrumentarien des 20. Jahrhunderts organisiert werden. Industrie 4.0 braucht einen Arbeitsmarkt 4.0.“, so Brodtmann weiter.

Er stellte klar, dass neben der Zeitarbeit auch Werk- und Dienstverträge für die Wettbewerbsfähigkeit der Maschinenbauunternehmen notwendig sind. Er dankte den Zeitarbeitsunternehmen, dass sie der Industrie helfen, auf konjunkturelle Schwankungen reagieren zu können. Er sicherte der Branche die Unterstützung des VDMA gegenüber der Politik zu, wenn es um den Erhalt von Flexibilitätsinstrumenten geht.

Bildquelle : HSB

Wuchold, Holger
Wuchold, Holger

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