Mindestanforderungen an die Entkeimungsleistung von Hygienischen Abfüllmaschinen der Klassen IV und V nach VDMA

shutterstock_390379498, Sergey Ryzhov

Auf Abfüllmaschinen der VDMA-KLassen IV und V werden kommerziell sterile Produkte abgefüllt und mit langer Haltbarkeit bei ungekühlten Lagerbedingungen vertrieben. In den VDMA-Fachverbandsschriften 10 und 11 werden Mindestanforderungen an die Entkeimungsleistung definiert. Beide Fachverbandsschriften liegen nunmehr in einer aktualisierten Überarbeitung vor.

Auf Abfüllmaschinen der VDMA-KLassen IV und V werden kommerziell sterile Produkte abgefüllt und mit langer Haltbarkeit bei ungekühlten Lagerbedingungen vertrieben. In den VDMA-Fachverbandsschriften 10 und 11 werden Mindestanforderungen an die Entkeimungsleistung definiert. Beide Fachverbandsschriften liegen nunmehr in einer aktualisierten Überarbeitung vor. Die aktualisierten Fassungen sowie eine Gesamtübersicht der im VDMA-Arbeitskreis "Schnittstellenproblematik bei Aseptikanlagen erarbeiteten Veröffentlichungen werden hier zum Download angeboten. Die englischen Fassungen sind in Vorbereitung und werden in Kürze an gleicher Stelle veröffentlicht.

Der VDMA-Arbeitskreis ‚Schnittstellenproblematik bei Aseptikanlagen’ hat in der Fachverbandsschrift NuV Nr. 2 'Hygienische Abfüllmaschinen für flüssige und pastöse Nahrungsmittel - Kategorisie¬rung und typische Anwendungsfelder' 5 Kategorien von hygienischen Abfüllmaschinen definiert, wobei an Klasse V – Maschinen (Aseptikabfüllmaschinen die höchsten Anforde¬rungen gestellt werden. Diese Maschinen werden zur Abfüllung mikrobiologisch sensibler Produkte mit einem pH-Wert > 4,6 eingesetzt. Klasse IV – Maschinen nach dieser Fachverbandsschrift sind Abfüll¬maschinen für flüssige und pastöse Nahrungsmittel, die die wesentlichen technischen Merkmale einer Klasse V – Maschine aufweisen, ohne aber die hohen Anforderungen von Aseptikabfüll¬maschinen an die Packmittelentkeimung, die Sterilisation des Füllers und die Sterilisation des Maschineninnenraums zu erfüllen. Typische Anwendungsfälle für Klasse-IV-Maschinen sind saure Produkte (pH < 4,6), die mit langer Mindesthaltbarkeit außerhalb der Kühlkette vertrieben werden (z.B. kalt abgefüllte passierte Tomaten, kalt abgefüllte Fruchtsäfte, wärmebehandelter Frucht¬joghurt), in der Kühlkette vertriebene pasteurisierte Produkte im pH-Bereich > 4,6 (z.B. ESL-Milch, Pudding) sowie die Vermeidung der Produktkontamination mit Verderbskeimen wie z.B. Schimmel¬sporen zur Verlängerung der Mindesthaltbarkeit (z.B. Naturjoghurt, Quark). Für diese Klasse IV-Maschinen werden in der vorliegenden Fachverbandsschrift in Anlehnung an die VDMA Fachverbandsschrift Nr. 11 Min¬destanforderungen an die Entkeimungsleistung festgelegt und die Rahmenbedingungen für einen bestimmungsgemäßen Betrieb beschrieben.
Mikrobiologische Ausführungen beziehen sich auf den kommerziell sterilen Bereich dieser Abfüllmaschinen. Dieser umfasst in der Regel vier Funktionsbausteine:

  • Aktive Entkeimung des Packmittels, z.B. mittels Wasserstoffperoxid oder Dampf
  • Sterilisation und Aufrechterhaltung des sterilen Zustands eines definierten Maschinenbereichs
  • Dosierung und Füllung
  • Verschließen

Die Fachverbandsschriften Nr. 10 und 11  wurden einer turnusgemäßen Überarbeitung unterzogen. Unter anderem wurden folgende Änderungen durchgeführt:

  • Neustrukturierung der Fachverbandsschrift
  • Anlehnung der Abgrenzung schwach saurer Produkte von sauren Produkten an die Abgrenzung der FDA (ph > 4,6 statt pH > 4,5
  • Übernahme von Definitionen aus anderen VDMA-Fachverbandsschriften
  • Überarbeitung der mikrobiologische Mindestanforderungen (u.a. Aktualisierung der Testkeime für spezifische Entkeimungsverfahren; die Anforderungen an die Entkeimungsleistung blieben unverändert)

 

Schreiben Sie Ihren Text hier

Downloads