Schwermetallbestandteile in Kosmetika

shutterstock, 203888620, serenarossi

Mit Erscheinungsdatum 7.11.2016 weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf einen Überblickartikel zu technisch vermeidbaren Gehalten Schwermetallen in Kosmetika hin.

Gemäß Artikel 17 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 ist die unbeabsichtigte Anwesenheit dieser Schwermetalle in kosmetischen Mitteln nur dann erlaubt, wenn sie bei guter Herstellungspraxis technisch nicht zu vermeiden ist und die Mittel für die menschliche Gesundheit dennoch sicher sind. Falls Spuren verbotener Stoffe vorliegen, muss im Sicherheitsbericht eines kosmetischen Mittels darauf eingegangen und der Nachweis erbracht werden, dass diese technisch unvermeidbar sind. Mögliche Belastungen mit Schwermetallen sind in solchen kosmetischen Produkten zu erwarten, die hohe Anteile an anorganischen bzw. mineralischen Bestandteilen enthalten, wie z.B. Puder- und Cremeprodukte, dekorative Kosmetik und Zahnpasten.

Um eine aktuelle Datenbasis für repräsentative Orientierungswerte mit einer ausreichenden Probenanzahl und in allen relevanten Produkttypen ableiten zu können, wurden von 2010 bis 2012 entsprechende Untersuchungen im Monitoring durchgeführt. Das Monitoring ist ein bundesweit koordiniertes Kontrollprogramm für Messungen und Bewertungen von Gehalten gesundheitlich nicht erwünschter Stoffe in und auf Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und kosmetischen Mitteln (http://www.bvl.bund.de/monitoring).

Da es sich bei den untersuchten Schwermetallen um verbotene Stoffe handelt, sollten die Bemühungen um eine weitere Absenkung durch eine verantwortungsvolle Rohstoffauswahl und gute Herstellungspraxis im Sinne des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes aufrechterhalten bleiben.

Die Berücksichtigung der aktualisierten technisch vermeidbaren Gehalte an Schwermetallen in kosmetischen Erzeugnissen soll in zukünftigen bundesweiten Untersuchungen im Rahmen des Monitorings überprüft werden.


Fachinformation auf der BVL-Website

Deutsche Fassung der Fachveröffentlichung im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: