Verpackungsmaschinen

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Das vergangene Jahr (2016) verlief für die deutschen Verpackungsmaschinenproduzenten erneut erfolgreich. Die ca. 250 überwiegend mittelständischen Unternehmen stellen Maschinen und Anlagen im Wert von knapp 6,4 Mrd. Euro her, ein Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das vergangene Jahr (2016) verlief für die deutschen Verpackungsmaschinenproduzenten erneut erfolgreich. Die ca. 250 überwiegend mittelständischen Unternehmen stellen Maschinen und Anlagen im Wert von knapp 6,4 Mrd. Euro her, ein Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Knapp 20 Prozent der Produktion setzten die Unternehmen 2016 auf dem lokalen Markt ab. Die Nachfrage legte im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent zu und erreichte einen Wert von 1,1 Mrd. Euro. Der Absatz auf dem Heimatmarkt stieg im Zeitraum 2010 bis 2016 um 32 Prozent.

Wichtigster Impulsgeber: Auslandsnachfrage
Nicht nur in der Produktion, sondern auch beim Export dominieren die deutschen Unternehmen seit Jahren den internationalen Markt. Sie erzielen im Mittel über 80 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Im vergangenen Jahr (2016) exportierten sie Verpackungsmaschinen im Wert von knapp 5,4 Mrd. Euro in mehr als 100 Länder der Welt, ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit übersteigen die Exporte, 6 Jahre nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, das hohe Niveau aus dem Jahr 2008, dem Jahr mit den bis dahin höchsten Auslieferungen.

Europa ist nach wie vor der größte Regionalmarkt: Maschinen und Anlagen im Wert von 2,5 Mrd. Euro lieferte Deutschland 2016 in europäische Länder, ein Plus von 9 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Anteil Europas an den deutschen Gesamtexporten ist in den letzten 10 Jahren jedoch gesunken. Vor 10 Jahren hatten die Auslieferungen nach Europa noch einen Anteil von 52 Prozent an den Gesamtexporten, heute liegt der Anteil bei 47 Prozent.  

Die Verpackungsmaschinenexporte nach Asien haben sich verdoppelt und erreichten 2016 einen Wert von 1 Mrd. Euro. Damit ist Asien nach Europa die zweit wichtigste Absatzregion für die deutschen Unternehmen, auch wenn im letzten Jahr die Lieferungen knapp 7 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Hier wirkte sich die schwache Nachfrage aus China, dem größten Abnehmer von Verpackungsmaschinen „made in Germany“ in Asien, aus.

Drittgrößte Absatzregion für die deutschen Hersteller ist Nordamerika. Von den gesamten deutschen Verpackungsmaschinenexporten gingen 14 Prozent in diese Region (764 Mio. Euro; plus 9 Prozent).

Afrika folgt an Position vier mit Auslieferungen in Höhe von 331 Mio. Euro (minus 7 Prozent). Auf Rang fünf folgt Lateinamerika. Hier sanken die Exporte um knapp 5 Prozent auf 330 Mio. Euro, wozu insbesondere die gesunkene Nachfrage Brasiliens beitrug. Platz sechs belegt der Nahe und Mittlere Osten mit 308 Mio. Euro (plus 16 Prozent).  

Wachstumsimpulse kommen zunehmend aus Schwellen- und Entwicklungsländern, deren Industrie auf-, ausgebaut oder modernisiert werden muss. Hier ist die Technisierung in der Produktion und der Verpackung der Produkte häufig noch auf einem niedrigen Niveau. Das Potential dieser Märkte ist aufgrund des Bevölkerungswachstums, der wachsenden Mittelschicht mit jungen, konsumfreudigen Menschen mit steigenden Ansprüchen an Sicherheit und Qualität der Nahrungsmittel und Getränke hoch.