Süßwarenmaschinen

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Der Süßwarenmaschinenbau ist gekennzeichnet durch einen starken Spezialisierungsgrad und ein sehr hohes verfahrenstechnisches Know-how. Das Produktspektrum umfasst Maschinen für Kakaoverarbeitung, Produktion von Kakaomasse, Schokolade, Zuckersüßwaren bis hin zu Feingebäck und Waffeln.

Der Süßwarenmaschinenbau ist gekennzeichnet durch einen starken Spezialisierungsgrad und ein sehr hohes verfahrenstechnisches Know-how. Das Produktspektrum umfasst Maschinen für Kakaoverarbeitung, Produktion von Kakaomasse, Schokolade, Zuckersüßwaren bis hin zu Feingebäck und Waffeln. Der deutsche Produktionswert für Süßwarenmaschinen im engeren Sinne lag in 2016 laut Statistischem Bundesamt bei rund 300 Mio. Euro. Hinzu kommen thermischen Verfahrensanlagen für die Süßwarenindustrie, wie beispielsweise Zuckerkochanlagen, die in der amtlichen Statistik nicht ausgewiesen werden. Der VDMA schätzt den Produktionswert für diesen Bereich auf etwa 120 Mio. Euro. Inklusive der Anlagentechnik für Dauerbackwaren und Verpackungsmaschinen dürfte das gesamte Marktvolumen bei 650 bis 700 Mio. Euro liegen.

Deutsche Hersteller international führend
International sind die deutschen Hersteller von Süßwarenmaschinen mit einem Anteil am Außenhandel von 37 Prozent führend und insbesondere im außereu-ropäischen Ausland überdurchschnittlich aktiv.

2016 lag der Exportwert in der Warengruppe „Maschinen zur Herstellung von Süßwaren, Kakao und Schokolade“ bei 240 Mio. Euro, was einem Rückgang von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Starke Schwankungen im Auslandsgeschäft sind für die Branche nichts Ungewöhnliches, da das Auslandsgeschäft sehr stark von Großprojekten geprägt ist. Zudem war 2015 ein Rekordjahr bezogen auf das Auslandsgeschäft. 2016 konnte dieses hohe Niveau nicht erreicht werden. Die Exporte in alle wichtigen Absatzregionen fielen unter den Wert des Vorjahres. Lediglich die Lieferungen nach Afrika und den Nahen, Mittleren Osten verzeichneten deutliche Zuwächse.

Wichtigster Absatzregion für die Hersteller von Süßwaren in 2016 war die Region „Sonstiges Europa“ mit einem Anteil von 29 Prozent und Russland als wichtigstem Einzelmarkt. Zweitstärkste Region war die Europäische Union mit einem Anteil von 24 Prozent gefolgt von Nordamerika mit 18 Prozent. Der Anteil Asiens fiel auf von 13 Prozent zurück. Jeweils 5 Prozent der deutschen Exporte gingen nach Lateinamerika und Afrika und 2 Prozent in den Nahen/Mittleren Osten.

Beeinflusst wird die regionale Verteilung der Exporte von Süßwarenmaschinen durch verschiedene Faktoren: Multinationale Konzerne investieren in vielversprechenden Wachstumsmärkten und bauen Produktionskapazitäten auf, um den Markt zu bedienen. Lokale, mittelständische Unternehmen investieren, um die Qualität ihrer Produkte zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. In den etablierten Märkten wird in die Modernisierung und Kapazitätserweiterung investiert. Energieeffizienz und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit stehen dabei im Fokus. Die beiden wichtigsten Märkte der deutschen Hersteller von Süßwarenmaschinen sind seit vielen Jahren Russland und USA. Unter den Top 10 Abnehmerländern 2016 waren auch die Ukraine, Pakistan und China zu finden. Süßwarenmaschinen aus Deutschland werden in über 100 Länder exportiert.

Aufgrund der weltweiten Investitionszurückhaltung im Jahr 2016 sind die Erwartungen hoch, dass die interpack starke Impulse für das Geschäftsjahr 2017 und darüber hinaus setzt.