Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen

Shutterstock, 294252722, Korta

Die Nachfragen nach Maschinen und Anlagen zur Produktion und Verpackung von Nahrungsmitteln und Getränken ist ungebrochen hoch und erreichte 2016 einen neuen Rekordwert.

Die Nachfragen nach Maschinen und Anlagen zur Produktion und Verpackung von Nahrungsmitteln und Getränken ist ungebrochen hoch und erreichte 2016 einen neuen Rekordwert. Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen erwartet einen weiteren Zuwachs im Jahr 2017 in einer Größenordnung zwischen 3 und 4 Prozent.

Maschinenproduktion gestiegen
Die Produktion von Nahrungsmittelmaschinen- und Verpackungsmaschinen stieg 2016 um 2,4 Prozent auf 13,3 Mrd. Euro. Damit blieb die Branche im neunten Jahr auf Wachstumskurs und entwickelte sich erneut deutlich besser als der Maschinenbau insgesamt, der 2016 wieder ein Nullwachstum vermel-dete.

Die derzeitige Entwicklung unserer Branche stimmt positiv. Der VDMA geht für 2017 von einem weiteren Umsatzzuwachs für den gesamten Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen zwischen 3 und 4 Prozent aus.

Deutschland größter Exporteur
Mit einer durchschnittlichen Exportquote von über 80 Prozent und einem Anteil am Welthandelsvolumen von 22 Prozent (2016) sind die deutschen Unternehmen weltweit führend. In einzelnen Teilbranchen, sind die Anteile der deutschen Hersteller am internationalen Außenhandel wesentlich höher: 2016 lieferten sie nach den vorläufigen Daten des internationalen Außenhandels beispielsweise über die Hälfte (54 Prozent) der weltweit exportierten Brauereimaschinen, 33 Prozent der Süßwarenmaschinen, 30 Prozent der Fleischverarbeitungsmaschinen und 28 Prozent der Verpackungsmaschinen.

Nach Deutschland ist Italien das wichtigste Lieferland von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen mit einem Anteil von 21 Prozent. Es folgen mit größerem Abstand USA, China, Niederlande, Schweiz, Frankreich, Japan, Dänemark und Spanien mit Anteilen am internationalen Außenhandel zwischen 7 und 2 Prozent.

Maschinenlieferungen in über 100 Länder
2016 stiegen die deutschen Exporte von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen um 4 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Nach wie vor wichtigste Absatzregion ist Europa mit einem Anteil von 50 Prozent. Davon entfallen 33 Prozent auf die Länder der Europäischen Union. Asien steht an zweiter Stelle für die deutschen Nahrungsmittelmaschinen- und Verpackungsmaschinenhersteller. 2016 verkauften sie Maschinen und Anlagen im Wert von 1,4 Milliarden Euro in asiatische Länder. Das entsprach 17 Prozent der deutschen Exporte.

Nordamerika belegt Platz 3. Hier stiegen die Auslieferungen 2016 um 8 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Auf Rang 4 folgte Lateinamerika mit Auslieferungen in Höhe von 587 Millionen Euro, kurz dahinter Afrika mit 501 Millionen Euro und der Nahe/Mittlere Osten mit 423 Millionen Euro.

Die Liste der Top 10 Märkte der deutschen Hersteller wird seit vielen Jahren von der USA angeführt. Es folgen Frankreich, China, Vereinigtes Königreich, Polen, Russland, Schweiz, Niederlande, Spanien und Österreich.

Insgesamt werden die Maschinen aus Deutschland in über 100 Länder geliefert. Die Wachstumsimpulse für die Branche kommen zunehmend aus Schwellen- und Entwicklungsländern, deren Nahrungsmittelindustrie sich im Auf- oder Ausbau befindet. So stiegen 2016 beispielsweise die Exporte nach Republik Südafrika, Nigeria, Iran, Indien und Mexiko deutlich zweistellig und erreichten Höchstwerte.

Positive Aussichten durch weltweit steigenden Konsum
Die weiteren Aussichten für die Zulieferer für die Getränke- und Lebensmittelindustrie schätzt der VDMA positiv ein: Die Weltbevölkerung wächst, die Ausgaben für Getränke und Lebensmittel steigen und besonders in den aufstrebenden Volkswirtschaften besteht ein Nachholbedarf im Konsum.

Die entwickelten Märkte Westeuropas und in Nordamerika sind aufgrund des bereits hohen Pro-Kopf Konsums eher von qualitativen Wachstum geprägt. Dort steigen die Ausgaben für Lebensmittel und Getränke. Gesundheitstrends, die Lust auf neue Geschmackserlebnisse und der Wunsch nach vielfältigen Verpackungsformen und -größen beeinflussen das Konsumverhalten maßgeblich. Saisonprodukte gewinnen ebenso an Bedeutung wie Spezialitäten. Die Produktlebenszyklen werden insgesamt immer kürzer. Darauf müssen die Unternehmen reagieren. Bei den Investitionen stehen deshalb vor allem Lösungen zur Erhöhung der Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Gesamtanlageneffizienz im Mittelpunkt.

Quantitatives Wachstum, steigende Ansprüche an die Produktqualität sowie das Bestreben der Getränke- und Lebensmittelindustrie sicher, wirtschaftlich und effizient zu produzieren, sorgen für Investitionen in Maschinen und Anlagen - weltweit. Darin liegt für die Zulieferbranche weiterhin ein erhebliches Potenzial.

 

Downloads