Nichtrostender Stahl für Lebensmittel- oder Pharmabereich grundsätzlich geeignet

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Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sieht seine Position durch eigene Migrationsuntersuchungen bestätigt.

In den meisten Nahrungsmittelmaschinen kommt nichtrostender Stahl zum Einsatz. Der Werkstoff, auch als „Edelstahl rostfrei“ oder oft nur als „Edelstahl“ bezeichnet, wird seit vielen Jahren branchenüblich im Lebensmittel- oder Pharmabereich verwendet. Der VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen betrachtet Edelstahl daher seit langem als grundsätzlich geeignet und als Stand der Technik. Durch Migrationsuntersuchungen sieht der Fachverband diese Position nun bestätigt.

Mit „Metals and alloys used in food contact materials (1st Ed. 2013) - A practical guide for manufacturers and regulators” gibt es seit kurzem eine Veröffentlichung des Council of Europe (Europarat). Dieser Guide beinhaltet Prüfbedingungen und Anforderungen für Metalle und Legierungen für Lebensmittelkontaktmaterialien und-bedarfsgegenstände. Der Fachverband ließ exemplarisch sieben, im Lebensmittel- oder Pharmabereich gängige passivierte  Edelstähle durch ein renommiertes, akkreditiertes Prüflabor untersuchen. Die Migrationsuntersuchungen wurden für mehrfachen Lebensmittelkontakt bei der höchsten Zeit-/Temperaturkombination gemäß dem Guide des Council of Europe durchgeführt. Die Ergebnisse waren durchweg positiv: Bei allen Proben lagen die Messwerte weit unter den Anforderungswerten. Auch bestanden alle Proben die sensorische Prüfung auf nicht bestehende geruchliche oder geschmackliche Beeinträchtigung.

Diese exemplarischen Untersuchungen bestätigen die Position des VDMA Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen: Edelstahl ist grundsätzlich als Material für den Lebensmittel- oder Pharmabereich geeignet. Dies setzt voraus, dass der Werkstoff für den vorgesehenen Verwendungszweck branchenüblich spezifiziert, behandelt und nicht verunreinigt ist, und gegenüber Produkt, Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie ggf. andere Medien korrosionsbeständig ist.

Werkstoffe und Materialien für Lebensmittelkontakt dürfen keine Bestandteile an Lebensmittel abgeben, die die menschliche Gesundheit gefährden. Sie dürfen die Lebensmittel auch in ihrer Zusammensetzung weder unvertretbar verändern noch geruchlich oder geschmacklich beeinträchtigen. Das schreibt die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 vor, die Bestandteil eines umfangreichen EU-Regelwerks ist. Im Fall von Metallen gehen die Vorgaben jedoch derzeit nicht über diese allgemeinen Anforderungen hinaus.