10 Fragen an Tim Remmert, Mitglied der Geschäftsleitung der L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH

L.B. BOHLE Maschinen + Verfahren GmbH

Tim Remmert (Jahrgang 1969) ist  Mitglied der Geschäftsführung der L.B. BOHLE Maschinen + Verfahren GmbH, Ennigerloh und stellvertretender Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Pharma- & Kosmetikmaschinen. Remmert machte zunächst eine Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker, bevor er nach der Fahhochschulreife Maschinenbau an der FH Hannover studierte. Seit 1997 ist er in unterschiedlichen Funktionen im internationalen Vertrieb bei L.B. Bohle tätig und seit 2004 als Prokurist und Gesamtverkaufsleiter Mitglied der Geschäftsführung. Remmert ist verheiratet und hat ein Kind.

Beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.
Die Fa. L. B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH mit Sitz im Münsterland, ist Hersteller von Maschinen- und Anlagen für die pharmazeutische Industrie, spezialisiert auf die Verarbeitung von Feststoffen. Es wird ausschließlich in Deutschland produziert.

Warum engagieren Sie sich im VDMA?
Die Arbeit des VDMA ist ganz wesentlich für den Deutschen Maschinenbau insgesamt. Die Themenfelder reichen von Politik, Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Netzwerk. Dafür möchte ich mich weiter engagieren.

Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Aktuell erleben wir im Maschinenbau eine konjunkturelle Seitwärtsbewegung auf akzeptablem Niveau. Neben den etablierten Absatzmärkten in Europa und Nordamerika, beschäftigen uns weiter auch die Märkte der BRIC-Staaten. Dies im positiven wie auch im negativen Sinne. Während Brasilien aktuell einbricht und das Russlandgeschäft unter den Sanktionen leidet, können in Indien weiter Zugewinne erzielt werden. Insgesamt können wir positiv nach vorne blicken und unsere Chancen nutzen.  

Was war aus Ihrer Sicht die größte Innovation der letzten Jahre?
Sicherlich die großen Fortschritte in der IT Entwicklung, die Mensch und Maschine immer enger in Verbindung bringen. Hier haben sich für den Maschinenbau erhebliche Veränderungen ergeben, verbunden mit großen Chancen. Aber auch im Privatbereich erleben wir diesen Technologiesprung. Den Maschinenbau wird der große Themenkomplex Industrie 4.0 weiter nachhaltig beschäftigen.

Worin sehen Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Branche?
Es ist wichtig, dass wir unsere Technologieführerschaft verteidigen und ausbauen. Es muss gelingen, dem dynamischen Wandel intelligent aber auch souverän zu begegnen, um Schritt zu halten, z. B. beim Stichwort Energiewende. Die Marke „Made in Germany“ darf nicht beschädigt werden. Sie ist wesentlich für den exportorientierten Mittelstand und unseren Maschinebau insgesamt. Wenn wir unsere Hausaufgaben zielstrebig erledigen, können wir die Zukunft positiv mit gestalten.

Wofür bzw. worin sehen Sie Innovationspotentiale?
Ich bin im Anlagenbau für die Pharmaindustrie tätig. Konkret bauen wir Maschinen und Geräte zur Herstellung von Medikamenten. Arzneimittel werden heute noch konventionell in so genannter Chargenproduktion hergestellt. Die Umstellung dieser Technologie auf kontinuierliche Herstellungsverfahren in Verbindung mit moderner Automatisierung, birgt ein enormes Innovationspotential. Dies nur als ein branchenspezifisches Beispiel.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Menschen am meisten?
Eine positive Grundeinstellung verbunden mit Ehrlichkeit.

Was ärgert Sie im beruflichen Alltag am meisten?
Wenn ich mir das, was ich mir am Morgen vorgenommen habe, bis zum Abend nicht erledigt habe.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Ein nach erfülltem Leben 2009 verstorbener „Technik-Pionier“ aus meinem privaten Umfeld, der mich mit seinem großen, vielseitigem Wissen schon als Kind beeindruckt und begleitet hat. Von ihm durfte ich viel lernen, vor allem die Begeisterung für Technik.

Was war der klügste Rat, den Sie jemals bekamen?
„Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.“ (Michail Gorbatschow)

Die Marke „Made in Germany“ darf nicht beschädigt werden. Sie ist wesentlich für den exportorientierten Mittelstand und unseren Maschinebau insgesamt.

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