An die Wand geworfen - Messestand 2.0

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Messen sind die Leistungsschauen des Maschinenbaus. Doch wie präsentiere ich mein Unternehmen und wie setze ich meine Innovationen so in Szene, dass ich mich von anderen Ausstellern differenziere? Wie wird mein Messestand zum Publikumsmagnet? Und wie bleibe ich im Gedächtnis meiner Kunden?

Messen sind die Leistungsschauen des Maschinenbaus. Doch wie präsentiere ich mein Unternehmen und wie setze ich meine Innovationen so in Szene, dass ich mich von anderen Ausstellern differenziere? Wie wird mein Messestand zum Publikumsmagnet? Und wie bleibe ich im Gedächtnis meiner Kunden? Hier müssen sich Aussteller immer wieder neu erfinden und kreative Lösungen entwickeln, um sich von der Vielfalt der sich oft ähnelnden Messeauftritte abzuheben.

Andreas Malter, Geschäftsführer der „das modular GmbH & Co. KG“ in Hattersheim am Main zeigte in seinem Impulsvortrag anlässlich des Arbeitskreises Messen und Kommunikation am 11. Mai 2015 in Frankfurt neue, innovative Wege der Unternehmens- und Produktpräsentation. Touch Displays, Holo Screens, Virtual Assistants oder Augmented Realty sind visuelle Möglichkeiten, sich zu differenzieren. Augmented Reality (AR) steht für erweiterte Realität. Sie ist eine Tablet oder Smartphone-Anwendung, die Objekte erkennt und im Live-Kamerabild zusätzliche Informationen über das Objekt oder seine Umgebung liefert. So können Produkteigenschaften, Funktionen, Varianten oder Innovationen erklärt werden, die sonst nicht sichtbar sind. Diese sog. Magic Lens-Inszenierungen sind echte Hingucker, die selbst auf kleinsten Messeständen ohne teure Raumplanung und aufwendige Logistik auskommen. Sie sind zudem ein hilfreiches Instrument für Vertriebsmitarbeiter - auch außerhalb von Messen.

Einen weiteren Trend sieht Malter im 3D Mapping oder auch Projection Mapping genannt. Dabei werden 3D Video-Szenen auf Gebäude oder andere Objekte projiziert. Die gesamte Fläche einer oder mehrerer Fassaden wird bespielt. Architektonische Elemente wie Gesimse, Fenster- oder Mauerflächen werden Teil der Gesamtinszenierung. In Farben, Formen und Bewegungen werden Effekte hergestellt, die ein Gebäude verfremden oder auf erstaunliche Weise verwandeln können. Das 3D Mapping setzt sich mit seiner Großbildprojektion so über die realen Grenzen althergebrachter Leinwandflächen hinweg. Ganze Gebäude dienen als überdimensionale Leinwände und Werbeflächen. Die Einsatzmöglichkeiten sind aber vielfältig und auch für Messen unermesslich. Standwände, Böden, Tische oder andere Teilbereiche können so zu einer effektvollen Inszenierung genutzt werden.

Dieses Format bringt nicht nur einen Wow-Effekt, sondern hat auch ganz praktische Vorteile: Manche Maschinen und Anlagen sind einfach zu groß oder es wäre zu aufwendig, um sie auf einen Messestand zu bringen. Mit einer 3D-Visualisierung können selbst die größten Anlagen auf dem kleinesten Stand wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.

Vielleicht ist das die Zukunft: Ein Messestand, der ganz ohne jedes Exponat auskommt, es aber virtuell erfahrbar macht.