Nur ein Schuss frei! - Über die Kunst, seine Leser in den Bann zu ziehen

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Die Headline entscheidet darüber, ob der Leser Lust bekommt, einen Artikel zu lesen oder nicht. „Wir haben nur einen Schuss - und der muss sitzen“, sagt Holger Paul, Pressesprecher des VDMA über die Schwierigkeit, den Leser von Anfang an so in den Bann zu ziehen, dass er Lust zum Weiterlesen hat.

Die Headline entscheidet darüber, ob der Leser Lust bekommt, einen Artikel zu lesen oder nicht. „Wir haben nur einen Schuss - und der muss sitzen“, sagt Holger Paul, Pressesprecher des VDMA über die Schwierigkeit, den Leser von Anfang an so in den Bann zu ziehen, dass er Lust zum Weiterlesen hat.

Bei der stetig wachsenden Informationsfülle, die das Netz bietet, buhlt jeder Autor um die Zeit und Aufmerksamkeit der Leser. Es gewinnt derjenige, der eine konkrete Botschaft im Fokus hat, sie gleich zu Beginn in aller Klarheit (und Wahrheit) vermittelt und es dabei versteht, gute Geschichten zu erzählen. Und weil der Mensch Informationen nie ganz ohne Emotionen aufnimmt, sind Bilder und Videos ideale Instrumente, Botschaften zu transportieren oder zu unterstreichen. Warum also nicht einmal Kunden in einem Video zu Wort kommen lassen?

Die herkömmlichen Printmedien haben es immer schwerer. Neue Medien und Informationskanäle entstehen im Internet, und das in rasanter Geschwindigkeit. Mit den traditionellen Nachrichten haben sie nur noch wenig gemein. Formate wie Onlinemagazine, Nachrichtenticker oder Blogs haben sich längst durchgesetzt. Der Leser von heute will schnelle, kurze und vor allen Dingen unterhaltsame Informationen - eine Mischung aus Nachricht und Entertainment. Häufig ist der Leser noch nicht einmal mehr bereit, sich seine Informationen selber zu suchen. Die Nachricht muss zu ihm kommen, als Push-Nachricht aufs Handy oder Tablet.

„Eine immer schneller werdende und sich ständig verändernde digitale Medienwelt hat das Leseverhalten in den letzten Jahren radikal verändert. Darauf müssen sich Unternehmen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit einstellen“, so das Fazit von Holger Paul bei seinem Impulsvortrag über „Kommunikation im digitalen Zeitalter“ anlässlich des Arbeitskreises Messen und Kommunikation des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen am 15. Dezember 2015 in Frankfurt.

Für Unternehmen stellt sich die Aufgabe, ihre relevanten Zielgruppen und deren bevorzugten Informationskanäle zu finden und die Öffentlichkeitsarbeit darauf abzustimmen. Junge Leute, die sogenannten Digital Natives, beispielsweise erreicht man fast nur noch über soziale Medien wie YouTube, Facebook oder Twitter. Einige Unternehmen aus dem Mitgliederkreis nutzen diese Netzwerke längst als wichtiges Instrument, z.B. für ihre Personalgewinnung. Doch es gibt immer wieder noch Vorbehalte, nicht selten aus der Geschäftsführung. Holger Paul rät, sich dem nicht ganz zu verschließen und die Netzwerke zumindest einmal eine Zeit lang zu beobachten und einfach auszuprobieren. Das allerdings erfordert Ressourcen und die Mitarbeiter, die sich diesem Thema annehmen, müssen richtig Freude daran haben. Sonst wird das nichts.

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PS: Vielen Dank lieber Leser, dass Sie diesen Artikel zu Ende gelesen haben!