10 Fragen an Markus Rustler - Geschäftsführender Gesellschafter der Theegarten-Pactec GmbH & Co. KG

Theegarten-Pactec

Markus Rustler ist Vorstandsmitglied der Fachabteilung Verpackungsmaschinen und Geschäftsführender Gesellschafter der Theegarten-Pactec GmbH & Co. KG in Dresden. Nach dem Abitur 1998 studierte er Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre in Berlin und Newcastle upon Tyne, England. Nach dem Diplom arbeitete er von 2003-2006 für eine internationale Ratingagentur in Berlin in beratender Funktion. Seit 2006 ist er Kaufmännischer Geschäftsführer bei Theegarten-Pactec und verantwortet die Bereiche Finanzen, Controlling, Vertrieb, Service und Marketing. Neben seinem Engagement im VDMA ist Rustler Mitglied im Beirat der Messe interpack (Messe Düsseldorf) und in weiteren Fachgremien und Ausschüssen aktiv.

Beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.
Wir entwickeln und fertigen Hochleistungsverpackungsmaschinen für kleinstückige Güter wie Bonbons, Kaugummi, Schokolade, Suppenwürfel, Spülmaschinentabs, etc.

Warum engagieren Sie sich im VDMA?
Der VDMA ist der für uns am besten aufgestellte Verband. Durch seine vielfältigen Betätigungsfelder und Fachressourcen hilft er uns bei unserer täglichen Arbeit. Darüber hinaus bietet er ein hervorragendes Netzwerk zu anderen Unternehmen, die in unserer Industrie aktiv sind. Mein persönliches Engagement ist stark von diesem Netzwerkgedanken getrieben. Darüber hinaus gebe ich gern etwas zurück und gestalte gerne an Neuem mit.

Ich gestalte gerne an Neuem mit.

Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Weltwirtschaftlich betrachtet steht der deutsche Maschinenbau aus meiner Sicht vor großen Herausforderungen. Zum einen sind die momentanen geo-politischen Rahmenbedingungen schwierig, zum anderen, und damit einhergehend, sehe ich den Ölpreisverfall sowie die Abwertung der Leitwährungen als kritisch. Auf der anderen Seite ist das Investitionsklima in vielen Märkten nach wie vor positiv, geprägt durch niedrige Zinssätze. Momentan halte ich die zukünftige Entwicklung für schwierig vorhersagbar, was wiederum ein gewisses Risiko in sich birgt. Betrachtet man rein die Auftragseingangszahlen unseres Fachverbandes, gibt es allerdings überwiegend Grund zur Freude.

Was war aus Ihrer Sicht die größte Innovation der letzten Jahre?
Da sollte man, denke ich, sicher die globale Vernetzung nennen, die, trotz der negativen Seiten, der Menschheit große Vorteile bringt. Bei der intelligenten Vernetzung von Mensch und Maschinen sowie der intelligenten Maschine steht die Industrie aus meiner Sicht noch am Anfang. Ich tendiere jedoch auch zu der Aussage, dass dies einer der Megatrends der kommenden Jahre sein wird.

Worin sehen Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Branche?
Aus meiner Sicht müssen wir konsequent an immer effizienteren Maschinen arbeiten, die noch dazu von immer schlechter ausgebildetem Personal bedienbar sein müssen. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bei unseren Produkten und Herstellverfahren.

Wofür bzw. worin sehen Sie Innovationspotentiale?
Aus der Sicht des Maschinenbauers denke ich hier immer an effizientere und schnellere Maschinen. Heute bestehende physikalische Grenzen können morgen beispielsweise durch den Einsatz neuer Werkstoffe verschoben werden. Die intelligente Maschine wird einen weiteren Beitrag dazu leisten, dass Produktionen in Zukunft auch mit geringer ausgebildetem Personal effizient gefahren werden können.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Menschen am meisten?
Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Professionalität und Höflichkeit.

Was ärgert Sie im beruflichen Alltag am meisten?
Mich ärgern die Nichteinhaltung von Absprachen und die global abnehmende Bedeutung des gesprochenen Wortes und des Handschlags. Weiter ärgert mich die Zunahme an Bürokratie und juristischen Verträgen für einfachste Geschäfte.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Es fällt mir schwer eine einzige Person an dieser Stelle zu nennen. Vielmehr gibt es eine ganze Reihe von Persönlichkeiten, die für mich in unterschiedlichen Bereichen Vorbildfunktion haben. Als Familienunternehmer sind unter diesen sicher meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern.

Was war der klügste Rat, den Sie jemals bekamen?
Jeder Mensch und jede Kultur hat seine/ihre Besonderheiten. Gehe stets mit offenen Augen und offenem Herzen durchs Leben und versuche, Dir zunächst eine eigene Meinung zu bilden. Akzeptiere aber auch, dass andere Menschen anderer Meinung sein können.

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