10 Fragen an Klaus Schröter - Geschäftsführer der Schröter Technologie GmbH & Co. KG

Schröter Technologie

Nach dem Abitur, einer Ausbildung zum Industriekaufmann bei einem namhaften deutschen Fleischwarenhersteller und dem 15-monatigen Grundwehrdienst bei der Marine studierte Klaus Schröter (50) Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit zahlreichen Praktika bei Lieferanten und Kunden im In- und Ausland, das er 1992 erfolgreich beendete. Seit 1993 ist er im Familienunternehmen tätig, ab 1996 als Geschäftsführer und seit 1999 Mitgesellschafter der Schröter-Gruppe im westfälischen Borgholzhausen. Im VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen ist er Vorsitzender der Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen. Klaus Schröter ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.

Beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.
Schröter ist Hersteller von Thermischen Behandlungssystemen für die Fleisch- und Fischverarbeitende Industrie und das Handwerk. Vom Auftauen, über das Reifen, Räuchern, Nachreifen, Kochen, Kühlen und Backen bis hin zu Abluftreinigungssystemen deckt Schröter ein breites Angebotsspektrum ab.

Warum engagieren Sie sich im VDMA?
Der VDMA ist der bedeutendste Interessenvertreter der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer im In- und Ausland. Die ausgezeichnete Vernetzung des VDMA und das Engagement, bei unterschiedlichsten Anfragen und Problemstellungen zu unterstützen, sind ausgezeichnet. Hier aktiv mitzuwirken und für unsere Branche und unseren Fachverband tätig zu sein, empfinde ich als spannende Aufgabe.

Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Wir befinden uns in einer wirtschaftlichen Hochphase mit einem hohen, länderspezifischem Investitionspotential, wobei wir die aktuellen politischen Themen aufmerksam verfolgen. Der Russland-Ukraine-Konflikt drückt nachhaltig auf die Exporte in diese Länder, allerdings erleben wir zurzeit auch einen regelrechten Boom auf dem nordamerikanischen Markt.  Spannend bleibt in Europa die Frage um die wirtschaftliche Stabilität Griechenland´s und die möglichen Folgen auf den Euro.

Was war aus Ihrer Sicht die größte Innovation der letzten Jahre?
Zweifellos das Smartphone! Die Informationsvielfalt und die Kommunikationsmöglichkeiten kennen keine Grenzen mehr. Umso wichtiger ist der sorgfältige Umgang mit allen Daten, die man kommuniziert. Für die Branche hilft die Vernetzung, schneller und kostengünstiger Services zu leisten, da, wo immer es möglich ist.

Worin sehen Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Branche?
Lösungen zu finden, mit knapper werdenden Ressourcen nachhaltig umzugehen. Die Energieeffizienz von Produktionsanlagen wird eine immer größere Rolle spielen. Wir werden intensiver an Möglichkeiten arbeiten, Medien und den zur Verfügung stehenden Energiemix optimal einzusetzen.

Wofür bzw. worin sehen Sie Innovationspotentiale?
Die Möglichkeiten der Vernetzung von Maschinen und Anlagen wird helfen, Prozesse noch optimaler und dadurch günstiger zu gestalten. In einem immer besser werdenden Abstimmungsprozess werden so unnötige Fehlzeiten oder Ausfallzeiten früher erkannt und können minimiert werden. Hier die richtigen Schnittstellen zu finden, ist eine spannende Herausforderung.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Menschen am meisten?
Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Loyalität. Ohne diese Eigenschaften kann keine vertrauensvolle Zusammenarbeit entstehen.

Was ärgert Sie im beruflichen Alltag am meisten?
Unpünktlichkeit und das damit verbundene Warten. Zeit ist eine knappe Ressource. Die sollte man nicht verschwenden.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Es gibt einige Menschen, die ich in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen kennengelernt habe. Aus all diesen Begegnungen hat sich aber immer mein eigener Weg entwickelt.

Was war der klügste Rat, den Sie jemals bekamen?
Immer erst gut zuhören! Dann kann man gezielter nachfragen!

Zeit ist eine knappe Ressource. Die sollte man nicht verschwenden.

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