10 Fragen an Volker Kronseder - Vorstandsvorsitzender der Krones AG

Krones AG

Volker Kronseder ist stv. Vorsitzender des Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen und Vorstandsvorsitzender der Krones AG. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) trat 1981 in das Unternehmen ein und übernahm kaufmännische Führungsaufgaben im In- und Ausland. Als Vorstandsmitglied ist er seit 1989 aktiv und wurde 1996 zum Vorstandsvorsitzenden berufen.

Beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.
Krones ist Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Getränkeabfüll- und Verpackungsbranche weltweit.

Warum engagieren Sie sich im VDMA?
Der VDMA als größter Branchenverband Europas hat das Gewicht und die Glaubwürdigkeit, um die Interessen des größten Arbeitgebers in Deutschland, des Maschinenbaus, zu vertreten. Ich bringe daher gern die mir für ehrenamtliche Tätigkeiten zur Verfügung stehende Zeit in dieses Ehrenamt ein.

Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Grundsätzlich positiv. Mit der Stabilität der Unstabilität kommen wir noch gut zurecht. Wir wissen aber natürlich nicht, was die Zukunft bringt.

Was war aus Ihrer Sicht die größte Innovation der letzten Jahre?
Die Laser-, Biege- und Schweißtechnik. Sie hat dem Maschinenbau neue Herstellungsmöglichkeiten eröffnet, von der Konstruktion bis in die Fertigung und das losgrößenunabhängig, qualitativ hochwertig und kostengünstig.

Worin sehen Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Branche?
Ich sehe sie in der Nachhaltigkeit: dem Umweltschutz, den Energie- und Ressourceneinsparungen, aber auch - ganz wesentlich - in der Aufrechterhaltung der globalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Sicherlich sind das Themen, mit denen wir uns jetzt bereits befassen. Doch es bedarf noch eines großen Engagements, um eine tiefgreifende Veränderung im Bewusstsein der Menschen weltweit zu erreichen.

Wofür bzw. worin sehen Sie Innovationspotentiale?
Industrie 4.0, digitaler Direktdruck, Intralogistik und wie bereits geschildert die Nachhaltigkeit. Darin steckt noch genügend Innovationspotential.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Menschen am meisten?
Gelassenheit!

Was ärgert Sie im beruflichen Alltag am meisten?
Die mangelnde Fehlerkultur. Dass Menschen nicht zu ihren Fehlern stehen.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Ein überragendes Vorbild fällt mir nicht ein. Jedoch rückblickend betrachtet, habe ich mich an meinem Vater orientiert, auch wenn unsere Ansichten nicht immer übereinstimmten.

Was war der klügste Rat, den Sie jemals bekamen?
„Bleib auf dem Boden!“

Vielen Dank für das Interview.

Bleib auf dem Boden!

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