10 Fragen an Olaf J. Müller, CEO der LMT Group und Division President der Fette Compacting GmbH

Fette Compacting GmbH

Der 1965 in Dortmund gebürtige Dipl. Ing. Müller studierte Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Von 1996 bis 2009 war er in der GEA Group AG beschäftigt, bevor er 2009 die Geschäftsleitung der Fette Compacting GmbH übernommen hat. Seit 2017 ist er CEO der LMT Group und Division President der Fette Compacting GmbH. Olaf J. Müller ist zudem Vorstandsmitglied der Fachabteilung Pharma- und Kosmetikmaschinen im VDMA. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Beschreiben Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.
Die LMT Group ist ein managementgeführtes Familienunternehmen, das weltweit mit seiner Division LMT Fette Compacting für die Produktion von Pharma Solida (Tabletten und Kapseln) tätig ist und mit der Division LMT Tools ebenfalls weltweit Präzisionswerkzeuge höchster Güte herstellt.

Warum engagieren Sie sich im VDMA?
Der deutsche Mittelstand repräsentiert eine weltweit als vorbildlich eingestufte und anerkannte Wirtschaftsstruktur. Er ist gleichzeitig Ausbildungsmotor, Innovationstreiber und Garant für den Wohlstand in Deutschland und Europa. Der VDMA ist eine ideale Plattform für den unternehmerischen Austausch. Die Mitgliedsunternehmen spornen sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Das fördert den Wettbewerb, stärkt unsere Wirtschaft und schafft Zukunftsperspektiven für die kommenden Generationen. All diesen Zielen fühle ich mich persönlich verpflichtet; als Manager, aber auch als Staatsbürger und als Vater.

Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Die deutsche Wirtschaft erweist sich im europäischen und globalen Kontext als äußerst stabil; trotz ernst zu nehmender Konfliktherde und Massenmigration, welche viele bedeutende Exportmärkte mittel- und unmittelbar betreffen. Sowohl gesamtwirtschaftlich als auch konkret für den Fachbereich Pharma- und Kosmetikmaschinen erwarten wir eine stabile Auftragslage und ein moderates, nachhaltiges Wachstum in den nächsten 12-18 Monaten.

Was war aus Ihrer Sicht die größte Innovation der letzten Jahre?
Die Schlagkraft, mit der die mobile Datenkommunikation, also Internet und Smartphone, das Leben und Wirtschaften fundamental verändert, haben wohl die meisten lange unterschätzt. Sie birgt enorme Herausforderungen und gleichzeitig ungeahnte Möglichkeiten.

Den Wohlstand in unserem Land verdanken vor allem einem herausragenden Bildungssystem. Wir müssen unser Bildungssystem wieder zum Weltmarktführer machen.

Worin sehen Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben für die Branche?
Den Wohlstand in unserem Land verdanken wir neben anderen Einflussgrößen vor allem einem herausragenden Bildungssystem. Wir müssen unser Bildungssystem wieder zum Weltmarktführer machen. Das schafft niemand allein. Ich trete dafür ein, dass Wirtschaft und Unternehmen bei der Gestaltung der Bildungslandschaft der Zukunft mehr Verantwortung übernehmen.

Wofür bzw. worin sehen Sie Innovationspotentiale?
Ohne Frage stellt die Digitalisierung eine, zur industriellen Revolution vergleichbare, Herausforderung für jede Volkswirtschaft dar. In ihr schlummern aber auch die größten Innovationspotentiale. Unternehmerisches Handeln ist hier ebenso gefragt wie Augenmaß. In beiden Disziplinen haben sich die deutschen Schlüsselindustrien mehrfach bewährt.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Menschen am meisten?
Die Kombination aus Demut und Durchsetzungswillen.

Was ärgert Sie im beruflichen Alltag am meisten?
Es ärgert mich, wenn ich mich an einem Tag nicht mindestens einmal richtig gefreut habe. Das kommt Gott sei Dank nur äußerst selten vor.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Ein Vorbild ist für mich jeder, der sein Schaffen in den Dienst eines großen Zieles stellt; ob Feuerwehrmann, Jugendtrainer, Seelsorger, Bundeskanzler, Steve Jobs oder Elvis Presley.

Was war der klügste Rat, den Sie jemals bekamen?
Never surrender!

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