Auftragseingang im Juli – Inland gut, Euro-Partnerländer schwach

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Im Juli verfehlte der Auftragseingang (AE) im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen den Vorjahreswert um real 12 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland sanken um 1 Prozent, aus dem Ausland um 14 Prozent.

Im Juli verfehlte der Auftragseingang (AE) im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen den Vorjahreswert um real 12 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland sanken um 1 Prozent, aus dem Ausland um 14 Prozent. Die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern verfehlten den hohen Vergleichswert des Vorjahres um 30 Prozent. Aus den Nicht Euro-Ländern sanken die Orders um 9 Prozent. Für die Periode Januar bis Juli liegt der AE-Zuwachs bei nur noch plus 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Inland minus 9, Ausland plus 2 Prozent).

Die getrennte Betrachtung der Teilbranchen ergibt für den AE Nahrungsmittelmaschinen im Juli ein Plus von insgesamt 10 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Bestellungen aus dem Inland zogen deutlich an und stiegen um 22 Prozent. Das Ausland zeigte ein Nachfrageplus von 7 Prozent. Die Impulse kamen ausschließlich aus den Nicht Euro-Ländern, die ein Plus von 22 Prozent zeigten. Der AE aus den Euro-Partnerländern sank dagegen im Juli um 30 Prozent. In der Periode Januar bis Juli liegt der AE Nahrungsmittelmaschinen damit um 8 Prozent über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres (Inland minus 4, Ausland plus 10 Prozent).

Bei den Verpackungsmaschinen (ohne Getränkeverpackungsmaschinen) lag der AE im Juli um insgesamt 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Inlandsgeschäft belebte sich allerdings und die Bestellungen stiegen im Juli um 19 Prozent. Aus dem Ausland hingegen sank die Nachfrage um 23 Prozent. Dabei sank der Bestelleingang aus den Euro Partnerländern um 41 Prozent unter den sehr hohen Vorjahreswert, aus den Nicht Euro-Ländern fiel der AE um 16 Prozent. In der Periode Januar bis Juli liegt der AE bei Verpackungsmaschinen (ohne Getränkeverpackungsmaschinen) damit um insgesamt 2 Prozent unter der Vergleichsperiode des Vorjahres (Inland minus 8, Ausland plus 1 Prozent).

Die hohen Minusraten beim Auslandsauftragseingang sind teilweise den hohen Referenzwerten im Vorjahr geschuldet. Im Juli 2017 verzeichneten die Branchenunternehmen einen sehr hohen Bestelleingang vor allem aus den Euro-Partnerländern. Das traf besonders auf die Hersteller von Verpackungsmaschinen zu und kann durchaus als interpack-Effekt gesehen werden. Solche ausgeprägten Basiseffekte verzerren das Bild.

Unter dem Strich ist der Bestelleingang im Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im laufenden Jahr dennoch bislang schlechter ausgefallen als erwartet. Das gilt im heterogenen Fachzweig in gewohnter Weise nicht für alle Bereiche gleichermaßen.